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Bindungsaufbau durch Hundetraining oder Haltercoaching?

Viele Wege führen zum Hund

 

Aber nur der Weg, der über Bindungsarbeit verläuft, führt zu meinem erklärten Ziel, mich auf meine Hunde zu verlassen, ihnen zu vertrauen!

Ich konfrontiere den Halter mit sämtlichen Verhaltensweisen der Hunde und erkläre, warum der Hund so handeln muss.

 

Wie ist es möglich, dass sich einzelne Hunde (ca. 50%) bereits nach dem 1. Tag dem Halter anschließen können, obwohl sie vorher über Monate die Hundeschule besucht haben?

 

Der Erfolg ist abhängig von 2 wesentlichen Faktoren:

  1. der Energie des Halters
    (Fähigkeit & Willen das eigene Handeln zu ändern, Zielsetzung & Durchsetzungsvermögen), sowie
     
  2. der Motivation des Hundes für sein Verhalten
    (Sozialisierung, Prägung und Charakter).

 

Ein Mensch mit schwacher Energie, der zudem nicht aufhören kann, das Verhalten seines Hundes zu interpretieren, ist geprägt von Mitleid und Verständnis. Er wird auch nach 2 Tagen seinen rüpelnden Hund nicht entspannt an der Leine führen können.

 

Bindungsarbeit hat nichts mit dem Treiben auf dem Hundeplatz zu tun. Sie hat auch nichts mit Unterordnung, Dogdancing, Obedience, Tricktraining, Mantrailing, Longieren etc. zu tun. Das ist Beschäftigung und Hundetraining. Das möchte ich gar nicht verteufeln, hat aber mit unserer Arbeit und dem Ziel, dass mir so viel Respekt entgegen gebracht wird, dass ich immer wichtiger bin als der Hase, das Reh, die Katze etc. keinerlei Relevanz. Zu viel Beschäftigung, Objektfixierungen, vermeintlich positive Verstärkung durch Leckerchen etc. steht einer respekt- und vertrauensvollen Bindung im Wege. Dem Hund wird gar keine Möglichkeit gegeben, sich auf natürliche Weise am Menschen zu orientieren. Er wird beschäftigt, aufgedreht und der Mensch glaubt, er tut Gutes…

 

Warum können viele Hunde, die auf gesichertem Gelände hervorragende Leistungen (aus Sicht des Besitzers) erbringen, im Wald nicht abgeleint werden? Wie ist das möglich? Es kann nur eine Antwort geben: Beschäftigung schafft keine Bindung. Mit Beschäftigung baue ich lediglich eine Beziehung auf. Diese kann, ohne Frage, sehr gut sein, ist aber nicht gleichzusetzen mit einer intakten Bindung, die mit Leckerchen überhaupt nicht zu erreichen ist.

 

Man kann nicht auf der einen Seite exzessiv Hundesport betreiben, der permanent positiv bestärkt wird und im Wald erwarten, dass der Hund ruhig, gelassen und orientiert bleibt und wie selbstverständlich dem Hasen trotzt. Das passt nicht zusammen.

 

Man sollte sich im Klaren sein, was man möchte. Pokale, Bestätigung und die neidischen Blicke der Anderen oder einen Hund an der Seite, der praktisch niemandem auffällt.

 

Für mich ist das eine Lebenseinstellung zum Hund.

 

 

 

 

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