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Ursache der Probleme

Wieso lernt mein Hund zuhause sämtliche Tricks und auf dem Hundeplatz alle Befehle, ist aber beim Spaziergang nicht zuverlässig abrufbar?

Weil wir Menschen vergeblich versuchen, eine zuverlässige Bindung zu unserem Hund über Befehle, Spiele, Tricks und Beschäftigung aufzubauen. Alles, was auf dem Hundeplatz prima funktioniert, klappt nur, weil dort kein Hase auftaucht. Das komplette Umfeld ist ein kontrolliertes Umfeld.

Nach der "Übungsstunde" auf dem Hundeplatz verlässt der Mensch nicht nur physisch, sondern auch mental den Trainingsmodus und lässt seinen Hund an langer Schleppleine "Zeitung lesen", während er sich mit seinen Mitstreitern unterhält. Bei dieser (allgemein üblichen) Vorgehensweise werden die 2 größten Fehler gemacht.

 

Übungs- und Trainingsmodus

Da der Hund mittels Ball, Beiß- oder Fleischwurst zum Erfolg einer Übung gebracht wird, geht der Mensch davon aus, der Hund hat den Befehl verstanden. Jegliche Körpersprache seitens Hundeführer bleibt aus, da verbal mit dem Hund kommuniziert wird. Unterstützende Handzeichen machen das Ganze für den Hund nicht verständlicher, denn er versteht weder Sinn, noch Zweck der Übung. Er "spult" ein trainiertes Verhalten ab, weil eine Belohnung in Aussicht gestellt wird. Hundehalter, deren Hund weder an Leckerchen, noch an Spielzeug interessiert ist, verlassen nun entweder frustriert den Hundeplatz, oder sie lassen ihren Hund auf Anraten des Trainers 2-3 Tage hungern.

 

Freizeitmodus

Nach der Trainingsstunde schickt der Hundehalter, alleine dadurch, dass er es NICHT verhindert, seinen Hund nach vorne in die Kontrollposition. Diese Position und Aufgabe übernimmt der Hund sofort. Er beginnt mit Schnüffeln, übermäßigem Markieren, Ziehen an der Leine, dem Melden von Fußgängern und fremden Hunden. Des Weiteren begibt er sich auf Spurensuche. Denn hier, im Gegensatz zum kontrollierten Umfeld, gibt es Hase, Reh und Fuchs. Dies alles lassen wir zu, da wir das "Training" bereits hinter uns haben. Bezeichnet wird es dann sehr gerne als "den Hund mal Hund sein lassen"...

 

Beispiele einiger Lösungsschritte:

Wir trainieren mit unserem Hund nicht in einem kontrollierten Umfeld (Hundeplatz), sondern arbeiten dort, wo wir mit ihm spazieren gehen. Wir verwenden keine Handzeichen. Benötigen wir einen verbalen Befehl, wird dieser mit unserer Körpersprache unterstützt. Somit passt das gesprochene Wort zur Körpersprache. Niemals belohnen wir unseren Hund für etwas. Er versteht es ohnehin nicht. Sonst hätten wir mit der Durchsetzung eines Befehls, der mittels positiver Verstärkung trainiert wurde, keinerlei Probleme im Alltag. Die größte Belohnung für unseren Hund ist eine verständliche Kommunikation und ein ausgeglichener und verlässlicher Besitzer. Mittels Körpersprache zeigen wir ihm, dass er beispielsweise nicht zum fremden Hund oder Menschen gehen soll. Das ist die einzig wichtige Botschaft in dieser Situation. Von daher spielt es keine Rolle, ob er sitzt, steht oder liegt.

 

 

 

 

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