coaching I artgerecht I nachhaltig I individuell
coaching I artgerecht I nachhaltig I individuell

CANI-Coach: Sibylle Borer (SB)

Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben. 2008 habe ich mir dann den Traum vom eigenen Hund erfüllt und so zog Luna, eine Tierschutzhündin aus Ungarn, bei uns ein. Mit Luna habe ich diverse Hundeschulen besucht und lernte viele verschiede Methoden kennen, doch den Erfolg eines entspannten Miteinanders suchte ich vergeblich.

 

2012 zog Stella, eine Tierschutzhündin aus Italien, bei uns ein. Stella war 4 Jahre alt und sehr traumatisiert, es dauerte lange bis sie das Vertrauen zu uns aufbauen konnte. Stella war, trotz ihrer unbekannten Vergangenheit, eine unproblematische Hündin, deshalb besuchte ich mit ihr keine Hundeschule.

 

All diese Jahre habe ich mich für die Tierschutzhunde begeistern können und schloss mich 2015 einer Tierschutzorganisation an, die sich für Strassenhunde in Rumänien einsetzt. Im April 2015 habe ich mir dieses Elend das erste Mal, mit meinen eigenen Augen, vor Ort anschauen können. Wir waren in einer Tötungsstation und haben dort einige Hunde rausholen können. So auch meinen dritten Hund, Tinka. Tinka war ca. 1,5 Jahre alt und zog im August 2015 bei uns ein. Im Februar 2017 kehrte ich dem Auslandtierschutz aus diversen Gründen den Rücken. In diesen 2 Jahren durfte ich mehrere Pflegehunde bei mir aufnehmen, um ihnen den Start in ein besseres Leben zu ermöglichen. 

 

Im Sommer 2017 habe ich mich entschlossen eine Hundetrainerausbildung zu absolvieren. Doch bemerkte ich bald, dass die herkömmlichen Methoden, wie Konditionierung, Leckerli, positive Verstärkung etc. nicht meinen Vorstellungen entsprachen, zumal ich mit meiner Tinka erhebliche Probleme hatte, wie Leinenaggression, permanente Unruhe und das Jagen. Die Schleppleine war auf keinem Spaziergang mehr wegzudenken. Auch habe ich die traurige Erfahrung machen müssen, dass ein Hund aus dem Tierschutz keineswegs dankbar ist. Viele Tierschutzhunde werden mit dieser oder ähnlicher Charakterbeschreibung vermittelt. Der neue Besitzer sucht diese Eigenschaft oftmals vergeblich und ist nach kurzer Zeit mit seiner "dankbaren Fellnase" hoffnungslos überfordert. Meine "dankbare" Tinka, der ich das Leben gerettet habe, tötete nach kurzer Zeit unsere Familienkatze.

 

Nach den vielen erfolglosen Trainingsmethoden hatte ich keine Lust mehr, an meinem Hund herum zu doktern. Keine Hundeschule konnte mir weiterhelfen. Nun stand ich da und mein Traum vom Hundetrainer war in weiter Ferne. Doch gab ich nicht auf und suchte weiter nach einer Ausbildungsmöglichkeit, die artgerecht und nachhaltig ist ohne Umlenkung, Ablenkung, Leckerli, aversive Trainingsmethoden etc. So fand ich eines Tages CANI.training und Nicole. Zu meinem Erstaunen habe ich (im Gegensatz zu den herkömmlichen Hundeschulen) feststellen dürfen, dass bei CANI.training nicht der Hund, sondern der Mensch trainiert wird. Gleichzeitig wird der Halter sensibilisiert und im Umgang mit seinem Hund gestärkt.

 

Dies war die Wende in meinen Leben mit meinen Hunden. Heute kann ich klar mit meinen Hunden kommunizieren, so dass meine Hunde mich und auch ich endlich meine Hunde verstehe. Struktur im Leben, klare Grenzen und Regeln ohne Gewalteinwirkung, das ist mein jetziger Weg. Um dort hinzukommen, musste ich zuerst umdenken und dann an mir arbeiten. Heute erleben wir entspannte Spaziergänge ohne Leine, selbstverständlich auch im Wald! 

 

Meine Hunde sind meine Sozialpartner, meine Familie. Diese absolute Freiheit mit meinen Hunden zu erleben, ist unbeschreiblich. Meine Hunde sind meine Lehrmeister. Danke Tinka, dass du mir den Weg gezeigt hast, den ich gehen musste. Ohne dich wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin!

 

Das hochsoziale Lebewesen Hund hat es nicht verdient, von uns Menschen mit Leckerchen manipuliert oder durch Strafen drangsaliert zu werden!

 

 

 

 

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