CANI.training® coaching I artgerecht I nachhaltig I individuell
CANI.training® coaching I artgerecht I nachhaltig I individuell

CANI-Coach: Tina Dahmen (TD)

Als Kind habe ich viel Zeit in der nahegelegenen Zoohandlung verbracht, immer auf der Suche nach einem neuen Tier, am liebsten hätte ich jedes einzelne mit nach Hause genommen. Nach und nach wünschte ich mir zum Geburtstag Wellensittiche, Hamster, Mäuse und Ratten und meine Eltern ertrugen es geduldig, das Tier um Tier bei uns einzog.

Nur meinen größten Wunsch, einen eigenen Hund, erfüllten sie mir zunächst nicht. So führte ich fast zwei Jahre täglich Hera, die Golden Retriever Hündin unser Nachbarn aus und betreute sie in den Ferien, um meinen Eltern zu zeigen, dass ich es wirklich Ernst meinte. Schließlich wurde mir mein Traum erfüllt. Tara, eine Golden Retriever Hündin zog im Alter von 8 Wochen bei uns ein. Meine Eltern unterstützen mich anfangs, doch umso älter ich wurde, umso mehr Verantwortung durfte ich übernehmen. So kam es, dass Tara mich ab meinem 16. Lebensjahr fast überall hin begleitete - und dies ohne Probleme und meist ohne Leine. Nie habe ich mir vorab Gedanken gemacht, wie ich mit Tara in verschiedenen Situationen wohl umgehen sollte und einfach intuitiv aus dem Bauch heraus entschieden. Tara war ein toller Hund, sie starb viel zu früh und ihr Tod hat mich sehr lange beschäftigt. 

 

Trotzdem hielt ich es nicht lange ohne Hund aus. Nach einigen Überlegungen war klar, dass es dieses Mal ein Hund aus dem Tierschutz sein sollte. In einem nahegelegenen Tierheim entdeckte ich schließlich Shiela, eine Colli-Mischlingshündin, die aufgrund verschiedener Allergien in ihrer alten Familie nicht mehr erwünscht war. Meine Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als sie diesen „felllosen“ und abgemagerten 4 jährigen Hund sah, der sich in die hinterste Ecke im Zwinger verkrochen hatte und versuchte hartnäckig, mich doch für ein „gesundes“ Tier zu begeistern. Doch mein Entschluss stand fest, es musste Shila sein! Mit den entsprechenden Medikamenten und speziellem Futter entwickelte sie sich nach einiger Zeit zu einem wunderschönen Hund. Eine Hundeschule haben wir mit ihr nie besucht und auch sie „einfach so“ erzogen. Shila war ein entspannter Hund und das Zusammenleben mit ihr völlig unkompliziert. Nach ihrem Tod blieb mein Leben aufgrund von Ausbildung, Studium und anschließendem Beruf sowie späterer Familienplanung zunächst für ein paar Jahre ohne Hund. Nach der Geburt unserer drei Kinder war der Wunsch nach einem neuen Hund riesen groß, diesmal sollte es ein Berner Sennehund sein. Nach kurzer Zeit hatten wir einen entsprechenden Züchter gefunden. Obwohl wir schon einen Welpen ins Auge gefasst hatten, entschieden wir uns letztendlich gegen ihn. Mit drei kleinen Kindern zu Hause war es einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt für einen Hund. So wurde der Wunsch zunächst aufgeschoben, bis 2016 schließlich Juna hier einzog, ein 8 Wochen alter Golden Retriever Welpe. Da ich in der zwischen Zeit gut 10 Jahre ohne Hund gelebt hatte, und außerdem ein sehr aufgeschlossener und vielseitig interessierter Mensch bin, ließ ich mich von der Beschäftigungs- und Auslastungswelle sowie dem „Muss der Hundeschule“ mitreißen und habe wirklich nichts von den vielfältigen Angeboten ausgelassen.

 

Ich belegte sämtliche Kurse in der Hundeschule. Überzeugt war ich dennoch nicht wirklich von den ganzen Angeboten, hatte ich doch in der Vergangenheit nie etwas Derartiges mit meinen Hunden gemacht oder gebraucht. Ausgerüstet mit Taschen voll mit Fleischwurst, Pfeife und Klicker, kannte ich mich bestens aus mit Sitz, Platz und Click. Nur eins lernte ich dabei nicht, Juna zu erziehen! Und so dauerte es nicht lange, bis die Probleme sich häuften: Juna konnte gefühlt keine 10 Sekunden auf einer Stelle stehen, sie bellte wie verrückt, biss in die Leine oder in meinen Arm, zerriss meine nagelneue Winterjacke oder knabberte unentwegt an Stöckchen. Ein Besuch im Restaurant oder ähnliches mit ihr war undenkbar. Ohne Leine lief sie zu anderen Hunden und Menschen, ging jagen und war auch öfters lange Zeit weg. Die Hundeschule war ratlos, sprach von Umlenkung, hochwertigeren Leckerlies und besserem Timing beim Clickern. Diverse weitere Trainer konnten mir auch nicht helfen, mal war das Problem die fehlende Auslastung, die Schilddrüse, die Ernährung, oder einfach die Rasse. Durch Zufall und sehr verzweifelt entdeckte ich schließlich Videos von CANI Training. Als ich sie sah, wusste ich sofort, dass ich genau das mit Juna erreichen wollte. Mein Einzelcoaching mit Nicole hat mir die Augen geöffnet, und für mich stand ab diesem Zeitpunkt absolut fest, welchen Weg ich gehen würde. Ich habe klare und faire Regeln aufgestellt, diese mit liebevoller Konsequenz eingefordert, angefangen körpersprachlich mit Juna zu kommunizieren und mich endlich wieder auf mein Bauchgefühl verlassen, das mir wohl irgendwo zwischen Hundeplatz und Beschäftigungskurs abhanden gekommen war. Dadurch wuchs nach und nach eine Bindung zwischen uns beiden mit gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Je mehr Sicherheit ich Juna vermittelte, um so ruhiger wurde sie. 

Situationen die früher undenkbar waren, meisterten wir nun einfach so. Endlich hatte ich Spaß an den Spaziergängen und es entwickelte sich wieder ein natürlicher und unbeschwerter Umgang mit dem Hund, den ich mir so gewünscht hatte. Genau diese Leichtigkeit und Freude am eigenen Hund, die man durch eine souveräne Führung seines Hundes erreicht, möchte ich gerne vielen anderen Menschen vermitteln, die sich nichts mehr als einen entspannten Hund an ihrer Seite wünschen und vielleicht auch schon einen langen Leidensweg hinter sich haben. Parallel zu meiner CANI-Coach Ausbildung entstand der Wunsch nach einem zweiten Hund und so zog im November 2019 Lori, eine Mischlingshündin aus Rumänien hier ein, die mich vor völlig neue Herausforderungen stellte bzw. stellt. Viele Dinge sind ihr noch fremd, an einer Leine ist sie, bis sie nach Deutschland kam, nie gelaufen. Lori ist mit ihrer ruhigen Art eine echte Bereicherung für Juna. Ich freue mich jeden Tag zu sehen, wie Lori sich weiterentwickelt, unsere Bindung wächst, und genieße die Zeit mit meinen beiden Hunden.

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